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Unser Oythe und seine Ortsteile - Kath.Kirche St. Marien Oythe Gedicht: Dei Müse van Aite
Übersetzung ins Hochdeutsche Dei Müse van Aite oder hochdeutsch Die Mäuse von Oythe Der Versuch einer (wortgetreuen) Übersetzung ins Hochdeutsche.. . . . In Oythe beim alten Pastor, da lebte einst ein Mäusepaar, so echte, rechte Mäuseschlawiner, verfressen, frech, geborene Diebe, von allem mussten sie knabbern und nagen, und machten in die Töpfe – ich mag's nicht sagen.
Der Alte Pastor , welcher nicht mehr gut sah, bekam manche schwarze Grütze und schwieg, doch die Haushälterin, die ruhte nicht, sie wollte die Teufelsmäuse kriegen, sie kaufte sich einen aggressiven Kater, da mussten die Mäuschen übers Wasser.
Und als sie zum Haus herauskamen, stand der eine und krähte schon laut: " O Gott, wie wird es uns nun wohl ergehen, was haben wir doch für Schlimmes getan? Hier draußen ist es so kalt und nass, und gleich greift uns die aggressive Katz."
" Du Angsthose von dummer Maus, wir stammen doch aus einem heiligen Haus! Meinst du, dass Gott uns wird verlassen? Du solltest lieber mehr Courage fassen! Komm her, wir flitzen geradezu nach Vechta, da wird Gott uns schon weiterhelfen."
Da bekam der Kleine wieder Mut, doch kaum, als sie ein paar Sprünge machten, hörten sie den Hahn des Küsters krähen, da fing der Kleine wieder an zu jammern. " Ne, Ne ich geh nicht weiter mit, wenn der uns sieht, wird er uns zerreißen."
"Sei still und lass dein dummes Rufen, gegen Hähne können wir doch wohl laufen." Und jeder lief nun, was er konnte; Doch da kamen Sie vor einen hohen Zaun. Da schrie der Kleine mit Gewimmer: "Da kommen wir doch rüber nimmer."
"Dann kriech, du Dummkopf, doch drunterher! Wer klettert bei so was auch schon überher ?" Und richtig, so ein spitzer Mäusekopf, findet auch bald ein kleines Mauseloch, doch kaum waren sie auf der anderen Seit, war dort ein Graben, tief und weit.
Da rief der kleine: "Du lieber Gott, was ist das wieder für eine Not! Vor uns das tiefe, große Wasser Und hinter uns der aggressive Kater! Ach, lass uns doch Feldmäuse werden, ich krieche gleich hier in die Erden."
"Was, Feldmäuse, wir - die von vornehm Blut? Du Dummbart, bist ja wohl nicht gut, du solltest dich lieber ein wenig stolzer zeigen, zur Not können wir ja auch noch schwimmen; und kriegen wir auch den Schwanz mal nass, wir werden auch Mäuse von der Stadt."
Und eher als der Kleine sich versah, ihn der Große ihn beim Kragen nahm und schmiss ihn kopfüber ins Wasser und erschreckte ihn laut: Katz, Katz, der Kater." Siehe da, was konnte der Kleine sich anstrengen, ein Frosch könnte nicht besser schwimmen.
Hechelnd kroch er alsbald aufs Ufer, da saß er jetzt noch viel betrübter. Ach Gott, er war so klatschnass, und zitternd auf dem Stein er saß. Doch ließ ihm der Große keine Ruh: " Los vorwärts", sagte er, " nur zu!"
So trippelten sie die Straße hinunter, doch hu, was kommt da nu mit einem Mal? Es schnauft und pustet; "Ratt – Ratt - Ratt!" Der Kleine hälts für ne große Katz. Und wie´s auch noch so greuslich stinkt, er kurzerhand in den Dornbusch springt.
Der Große leckte sich die Schnauze lachte den Kleinen tüchtig aus und biss ihm lachend in den Schwanz; " Du hast dich umsonst erschreckt. So´n Auto erkennt man doch am Tuten, und nu komm und halt den Mund!"
Der Kleine, der sich sehr schämte, umso ehrgeiziger mit ihm lief, so kamen sie allmählich dann bei Münstermanns Mühle an, dort wollten sie, wie sie sich so dachten, beim Brotbackofen übernachten.
Sie hatten aber beide richtig Schmacht, und wie´s mittlerweile geworden Nacht, so suchten Sie zwischen Stein und Stock und fanden auch bald das Ausgussloch. Und folgend Instinkt und Geruch kamen sie auch richtigenwegs in die Küche.
Da war vergessen Leid und Schreck, sie fraßen sich satt in Brot und Speck, und auch der Kleine war ganz berauscht, frisches Brot und Speck, dass war sein Fall. " Nu wird’s doch noch gut nach der Pleite, hier ist es doch besser als in Oythe."
Doch solch ein fettiges Essen, dass macht Durst, das hätten sie eigentlich Wissen gemusst. Und Münstermanns sind doch kein Wirt, wo Schnaps und Bier ausgeschonken wird. So liefen sie durch Schubladen und Schränke Und suchten nach was gutem Getränke.
Bis endlich beim Schein vom Mond sie fanden einen großen Topf mit Schmand. "Hurra, gefunden!" rief der Große, "nun ist es vorbei mit Durst und Not!" Doch bloß, da kam erneut ein Schrecken, sie konnten sich nicht von oben reinrecken.
Sie machten den Hals zwar lang und dünn, dock keiner so tief lecken konnte. Der Große versuchtes es noch mit dem Schwanz, was sich aber auch nicht bewährte. Zuletzt sagte er: "Wir können ja schwimmen, komm her, da unten können wir schlemmen."
So sprangen beide in den Topf, doch nun ging's schief, du lieber Gott! Sie sackten ab bis an die Schnauz, da kamen sie nicht wieder heraus. Wie sie sich auch herumdrehten und nach oben an der Wand hochzogen.
Der Kleine wurde schon müde und mürbe, er gab schon zu:" Ich kann nicht mehr." Der große schimpfte: "Junge, halt durch! Wer aushält, kommt auf jeden Fall heraus." Doch ihn, ihn kann kein Mut mehr packen Und lässt sich in den Schmand absacken.
Der große aber gibt nicht auf, so wie der Pastor sagte: "Gott vertrau!" Mit all seiner Mausekraft er in dem Schmand herumschafft, er schwimmt und paddelt immer flotter, bet sik dor bildet 'n Kluten Botter.
Er klettert auf den Klumpen drauf, und oben er sich erst verschnauft. Dann springt er von seinem Butterstand, leicht oben auf den Schmandtopfrand. Und wenn auch nass und eingefettet, er kommt heraus und ist gerettet.
Er leckt sich zuerst die Buttermilch ab, dass er sich auch wieder blicken lassen darf. Dann er die Nacht erst tüchtig schlief, bis er am Morgen weiterlief. So kommt er dann zum Schlachter Möller Und flitzte schnurstracks dort in den Keller.
Dort lebt er noch in Lust und Freud und hat auch ganz reich geheiratet. Hat Speck und Fleisch, soviel er mag, und lebt lustig in den Tag. Nun merkt Euch mit tiefem Sinnen: "Wer durchhält, Jungs, der tut gewinnen."
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