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Wir
mussten resignierend antworten, dass wohl zwei oder
drei Bücher bekannt seien, in denen dieses schöne Poeten - Stück abgedruckt
sei, - aber leider waren die Bücher mit diesem
Gedicht nirgends zu kaufen: Nur wer noch alte
Schulbücher hatte, der konnte dort manchmal den Text ermitteln. Aber wir sind
vielen älteren Menschen begegnet, die dieses 25 Strophen umfassende
Gedicht zum größten Teil noch auswendig aufsagen konnten: "Wir haben das
in der Volksschule auswendig lernen müssen." Nun begann unser Freund
frohgemut, das lange gedicht aufzusagen.
Als
nun unlängst in der Presse zu lesen war, die Stadt Vechta wolle zu diesem Thema
einen Wettbewerb unter Künstlern ausschreiben,
um Entwürfe für ein "Müse-van-Aite-Denkmal" zu bekommen, da kamen
diese Fragen wieder auf: Druck es doch mal in den Heimatblättern nach - unsere
Kinder müssen es doch auch einmal kennenlernen..."
Man
verwies auf den "Sprengepiel - Hund" vor der Parkanlage bei der
Kronenstraße: "Wer Sprengepiel war, weiß heut wohl jedermann in Vechta -
aber die "Müse van Aite" sind nur noch schemenhaft bei älteren
Mitbürgern im Gedächtnis." Nun, diesen Argumenten konnten wir uns nicht
verschließen - und als wir in einem alten Lesebuch des früheren kath.
Lehrervereins den Text fanden, da stand der Entschluss fest:
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"Diese
Fassung muss in die Heimatblätter - zumal wegen der lustigen Zeichnungen der
beiden Mäuse!" Die moderne Technik macht
das recht leicht - und so finden unsere Leser jetzt auf diesen beiden Seiten das
ganze "Drama" abgedruckt, möchten wir sagen. Damit nun auch Leser,
die im Lesen und Verständnis dieses plattdeutschen Gedichtes nicht ganz sicher
sind, den Inhalt kennen zu lernen, möchten wir denselben hier kurz mitteilen:
Die
"Müse van Aite" sind zwei kleine Tierchen, die einst im Pfarrhaus zu
Oythe recht gut lebten, es aber mit der Angst bekamen, als die Haushälterin des
alten Pastors nicht länger zusehen wollte, dass die kleine Viecher kleine
schwarzen Häufchen überall im Pfarrhaus hinterließen, wenn sie sich satt
gefressen - und Spuren ihrer gut funktionierenden Verdauung hinterlassen hatten.
Sie wusste auch ein probates Mittel gegen Mäuse: "Ein tüchtiger Kater
mußte ins Haus, der wird mit den kleinen Mäusen schon fertig werden!" So
geschah es dann:
der
Kater hielt seinen Einzug - und die beiden Mäuse bekamen es mit der Angst: Sie mussten
das bisher so gastliche Pfarrhaus verlassen und sich ein nahrhaftes
Quartier suchen. Vom Pfarrhaus in Oythe (auf Platt heißt diese alte Gemeinde im
Nordosten von Vechta "Aite") wanderten sie in Richtung Vechta,
erlebten bei "Münstermanns Mühle", da wo die Bremer Straße sich in
den Kreuzweg und die Oyther Straße gabelt, ihr erstes Abenteuer. Sie stürzten
sich auf ein großes Fass mit "Schmand", woraus man Butter machen
konnte. Sie hatten aber nicht bedacht, daß sie dort nicht wieder herauskommen
konnten; sie fürchteten schon zu ertrinken. Die lebenserfahrene ältere Maus
gab die Parole aus: "Tüchtig strampeln, bis sich ein Stück Butter bildet,
dann springen wir darauf und von dort auf den Rand des Topfes, dann sind wir
gerettet!" So wurde dann feste gestrampelt, bis der Sprung auf den Rand des
"Smand-Pottes" gelang.
Nun
waren
sie gerettet, zogen weiter nach Vechta und fanden ein neues Quartier bei
Schlachter Möller (heute Bartneck) auf der Große Straße in Vechta, wo es ihnen
sehr gut ging, hatte sie doch Speck und Fleisch in Hülle und Fülle...
Diese
hübsche Geschichte verdanken wir niemand anders
als dem dem früheren Pastor von Oythe, Dr. Ludwig Averdam.
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